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Zur Frage Der Medikamentosen Verbesserung Des Nachtlichen Sehens Ursula Dix

Zur Frage Der Medikamentosen Verbesserung Des Nachtlichen Sehens

Ursula Dix

Published January 1st 1962
ISBN : 9783663041603
Paperback
82 pages
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 About the Book 

Im Laufe der letzten Jahrzehnte erschienen in der Literatur zahlreiche Arbeiten uber das nachtliche Sehen und seine mogliche medikamentose Verbesserung. Das gestellte Thema beschaftigt die Menschheit litera risch nachweisbar bereits seit vielenMoreIm Laufe der letzten Jahrzehnte erschienen in der Literatur zahlreiche Arbeiten uber das nachtliche Sehen und seine mogliche medikamentose Verbesserung. Das gestellte Thema beschaftigt die Menschheit litera risch nachweisbar bereits seit vielen Jahrhunderten, wurde aber in unserem Zeitalter durch die erhohten Anforderungen im Berufs- und Zivil leben besonders aktuell. Man denke beispielsweise an die erford- liche Verkehrs tuchtigkeit des Kraftfahrers auch bei Nacht, sowie an die auf Hochtouren laufende Tag- und Nachtproduktion unserer Industrie und Wirtschaft. Kenntnis von den ersten Versuchen, nachtliches Sehen medikamentos zu beeinflussen, erhalten wir aus den Papyrusschriften der Agypter. Dort wird eine Augenkrankheit sharu beschrieben, bei welcher man nachts blind sei, und die auf beiden Augen vorkomme. Man solle den Saft von schnell gebratener Leber auspressen und in die Augen trau feln. So enthalt der Papyrus Ebers (ca. 1550 v. ehr. ) das Rezept: Ochsenleber gebraten und ausgepresst darauf tun und der Londoner Papyrus Rhind: Rinds leber auf Feuer von Spelt und Gerstenhalmen le gen, den Saft auf die Augen ausdrucken. Das gleiche Heilmittel wird spater bei den Griechen beschrieben und von HIPPOKRATES zur Beha- lung der Nyktalopia empfohlen (Hippokratische Schriften, Praedicta 11, 33). Heute wissen wir, dass es sich bei dem wirksamen Prinzip um das Vitamin A mit seinen Vorstufen und bei dem mit Erfolg behandelten Augenleiden um ein Symptom einer A- Hypovitaminose gehandelt hat. Man sah sie hauptsachlich unter der armen Bevolkerung epidemisch und mit einem auffallenden Fruhjahrsgipfel auftrete